Wasser im Garten — Falle für Igel & Co.?
Was ihr tun könnt
Wasser im Garten — Falle für Igel & Co.?
Ein Gartenteich, eine Regentonne, der Pool — für uns sind das selbstverständliche Teile des Gartens. Für Igel, Vögel, Eichhörnchen und Frösche können sie jedoch zur tödlichen Falle werden. Die gute Nachricht: Mit wenigen Handgriffen lässt sich das verhindern.
Regentonne
Ein Windstoß reicht, und der Deckel liegt auf dem Boden. Fällt ein Tier in die Tonne, gibt es kein Entkommen — die glatten Wände bieten keinen Halt. Besonders gefährdet sind Igel, Vögel und Eichhörnchen. Sichert den Deckel mit Draht an allen vier Ecken, sodass er auch bei Wind nicht weggeweht werden kann. Wer keine Abdeckung hat, legt ein angerautes Brett mit Querleisten als Ausstiegshilfe in die Tonne — so können Tiere, die hineinfallen, selbst wieder herausklimmen.
Gartenteich
Igel können schwimmen — das wissen viele nicht. Was ihnen zum Verhängnis wird, sind steile, glatte Ufer ohne Halt. Erschöpft ertrinken sie, weil sie einfach nicht herausgelangen. Auch Frösche und Vögel sind betroffen. Eine flache Böschung an mindestens einer Seite des Teiches schafft Abhilfe. Steine, Äste oder ein Brett mit Querleisten, die bis ins Wasser reichen, geben Tieren die Möglichkeit, sicher ans Ufer zu gelangen.
Pool und Schwimmbecken
Nachts sind es vor allem Igel, die auf ihrer Futtersuche ins Wasser fallen. Tagsüber kommen Vögel, Eichhörnchen und Frösche zum Trinken oder Baden — und finden keinen Weg heraus. Die glatte Poolwand lässt sich nicht erklimmen. Wer seinen Pool nachts abdeckt, schützt Igel wirksam. Noch besser ist eine dauerhafte Ausstiegsrampe: mindestens zehn Zentimeter breit, nicht zu steil, und bis auf Wassertiefe reichend — so können alle Tiere jederzeit selbst entkommen.
Eine sichere Wasserstelle als Alternative
Wer Tieren etwas Gutes tun möchte, stellt eine flache Wasserschale mit einigen Steinen darin auf. So können Igel, Vögel und Insekten gefahrlos trinken, ohne in Gefahr zu geraten. Täglich frisch befüllen und sauber halten — mehr braucht es nicht.
Kleine Maßnahmen, große Wirkung. Wer diese Tipps umsetzt, kann in seinem Garten Leben retten.